When did people start wearing wristwatches?

Wann begann man, Armbanduhren zu tragen?

, Von Benjamin Davis, 3 min Lesezeit

Die Armbanduhr, wie wir sie heute kennen, hat ihren Ursprung im 16. Jahrhundert, als tragbare Zeitmesser erstmals am Körper getragen wurden. Allerdings erlangten Armbanduhren erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Popularität.

Die ersten tragbaren Zeitmesser waren Kurzuhren, die erstmals im späten 15. Jahrhundert in Deutschland erfunden wurden. Dabei handelte es sich im Grunde um kleine Tischuhren, die zum Tragen gedacht waren und oft an einer Kette um den Hals gehängt wurden. Sie waren sperrig und umständlich zu transportieren, ermöglichten es den Menschen aber, auf Reisen die Zeit im Auge zu behalten.

Im 16. Jahrhundert ermöglichten Innovationen in der Uhrmacherei die Entwicklung wesentlich kleinerer Uhren, die leichter am Körper getragen werden konnten. Dies führte zu Taschenuhren, die im 17. Jahrhundert bei wohlhabenden Männern beliebt wurden. Eine Taschenuhr war immer noch zu groß und unpraktisch, um sie am Handgelenk zu tragen, daher wurden sie in Taschen oder Beuteln getragen.

Einige Beispiele für frühe Armbänder oder Armbänder mit Zeitmessfunktionen tauchten erstmals im 18. und 19. Jahrhundert auf. Dabei handelte es sich im Wesentlichen um Taschenuhren mit einem Lederarmband, das das Tragen am Handgelenk ermöglichte. Allerdings wurden sie von Frauen der damaligen Zeit häufig nur als Modeaccessoires verwendet. Die geringe Größe der Uhren ermöglichte das Tragen am Handgelenk, ohne dass sie zu groß oder zu schwer waren.

Erst im späten 19. Jahrhundert kamen Armbanduhren speziell für Männer auf den Markt. Mit der Entwicklung besserer Uhren und Uhrwerke sowie dem Bedarf von Fliegern, Soldaten und Entdeckern an leicht zugänglichen Zeitmessern wurden Armbanduhren bei Männern immer beliebter und akzeptierter. Marken wie Girard-Perregaux und Louis Cartier stellten einige der ersten Herrenarmbanduhren her, oft im Auftrag der frühen Flieger.

Der Erste Weltkrieg diente als Katalysator für die weitverbreitete Einführung von Herrenarmbanduhren. Soldaten an der Front mussten die Uhrzeit problemlos überprüfen und gleichzeitig die Hände frei haben. Taschenuhren waren unhandlich und im Kampf schwer zu bedienen. Zu diesem Zeitpunkt ermöglichten Verbesserungen der Wasserbeständigkeit und robustere Uhrengehäuse, dass Armbanduhren den Bedingungen des Krieges standhalten konnten. Nachdem die Soldaten den Nutzen von Armbanduhren erkannt hatten, trugen sie sie auch nach ihrer Rückkehr weiter.

In den 1920er Jahren wurden Armbanduhren zum Statussymbol unter den Männern der Gesellschaft. Fortschritte in der Mechanik ermöglichten kleinere, genauere Armbanduhren. Marken wie Rolex und Jaeger-LeCoultre führten in diesem Jahrzehnt ikonische Herrenarmbanduhrenmodelle ein. In den 1930er Jahren machten Fortschritte bei der Wasserdichtigkeit und dem automatischen Aufzug die Armbanduhr noch praktischer und beliebter.

Viele frühe Armbanduhren galten aufgrund ihrer Edelmetalle und Verzierungen als Schmuck. In den 1920er-Jahren setzte sich jedoch das zweckmäßige Design ohne übermäßige Verzierung durch und führte zu dem klassischen Armbanduhren-Look, den wir heute kennen. Mit einem maskulinen, funktionalen Design wurden Armbanduhren zu akzeptablen Modeaccessoires für Männer.

Auch Frauen begannen, Armbanduhren anzunehmen, die speziell für sie entworfen wurden. Kleinere Armbanduhrgehäuse und neuartige Armbanddesigns machten Armbanduhren für die Damenmode geeignet. Marken wie Omega richteten sich mit ihren kleinen, vom Art Déco inspirierten Zeitmessern gezielt an Frauen.

In den 1940er Jahren übertrafen Armbanduhren sowohl bei Männern als auch bei Frauen die Popularität von Taschenuhren. Verbesserungen in der Produktion ließen die Preise sinken und Armbanduhren für die breite Masse erschwinglich machen. Durch die Standardisierung von Größe und Design wurden Armbanduhren nützlicher und praktischer.

Die Armbanduhr entwickelte sich im Laufe des 20. Jahrhunderts weiter, mit Innovationen wie wasserdichten Gehäusen, Digitalanzeigen und eingebauten Taschenrechnern. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts war die Armbanduhr als erschwingliche, massenproduzierte Privatuhr allgegenwärtig. Die Ursprünge der heutigen Armbanduhr, die heute ein dauerhaftes Modeaccessoire ist, lassen sich auf die frühen Innovationen der Zeitmessung zurückführen, die es ermöglichten, eine Uhr bequem am Handgelenk zu tragen.


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